Impulse zum 2. Fastensonntag

2. Fastensonntag in Anlehnung an Mk 9,2-10 strahlender Gott

Ich habe die Arme erhoben, die Augen weit geöffnet,

die Brust gereckt, den Mund zu einem Lächeln geöffnet,

die Stirn zum Himmel gerichtet.

Ich schaue, ich warte, ich lausche.

In den Adern ist nicht Blut.

Was dann? Freude!

 

Was willst du, strahlender Gott, für deine großzügigen Gaben?

Ich brauche keine Schwingen:

die Erde ist mir nicht schwer.

Ich stehe vor dir im Festgewand, in der Seide von Sonnenstrahlen,

mit einem Regenbogen habe ich meine Hüften umgürtet,

ich atme den Wunsch des Gesangs.

 

So viele Wege, jeder ist anders,

weil die Freude unterschiedlich ist.

 

Ich glaube!

 

So viele neue Wahrheiten werden in mir geboren.

Es ist wahr, dass ich sehe. Es ist wahr, dass ich ein Herz habe.

Wahr ist, dass ich vor mich hinsinge, dass ich – schreie.

 

Was willst du, sag es, Gott, für deine großzügigen Gaben?

Für die Schneekristalle und die Seifenblasen,

für die Tiefe der Ewigkeit und des Himmels?

 

Janusz Korczak

 

Wie wäre es, heute erst einmal rauszugehen, sich einen ruhigen Platz in der Natur zu suchen oder zumindest aufzustehen,

die Arme zu erheben und sich auszurichten auf den Himmel – innerlich und äußerlich, auf das, was leben und lachen lässt

und dabei den Boden unter den Füßen wahrzunehmen,

so als ob wir Wurzeln in den Boden wachsen lassen.

Vielleicht tut es gut, dabei einen Ton kommen zu lassen, zu summen oder zu singen, mit allen Sinnen in Ruhe wahrzunehmen was ist…

 

Und dann erst sich hinzusetzen und zu malen oder zu schreiben, was ist

in mir, wie es mir geht oder auch mich darzustellen,

mein Inneres  – oder auch wie von außen betrachtet -

in Worten oder Farben – als Selbstportrait.

Das ist immer auch ein Wagnis.

 

Vielleicht als Dank – als Antwort an Gott.